alpenbock - StLVW

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Der Alpenbock im nordwestlichen Grazer Berg- und Grabenland
"prioritär"
Anhang II
Arten von gemeinschaftlichem Interesse, für die Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen
Anhang IV
unmittelbarer, strenger Schutz auch außerhalb der Schutzgebiete
prioritär
Arten des Anhang II für deren Erhaltung der Gemeinschaft besondere Verantwortung zukommt
Vorgeschichte und aktuelles
Artenschutz "Alpenbock" im Mühlbachgraben
Totholz für den Alpenbock im Mühlbachgraben 1999
Mit finanzieller Unterstützung der damaligen RA 6-Naturschutz wurden in Kooperation mit dem Stift Rein - Förster Ing. Peter Svaton, Dr. Adlbauer - Landesmuseum Joanneum, Ing. Langmann - Ökologische Landentwicklung und der Gemeinde Eisbach erstmalig Buchenholzstämme im Talbereich des Mühlbachgrabens ausgelegt. Wie aus nachfolgenden Kontrollen hervorging, wurde das Totholz sehr gut angenommen und erfüllte über viele Jahre hinweg seine Funktion. (Hochleitner 1999)
2005 weitere Aufnahmen im Auftrag der RA 6 Naturschutz im Hörgasgraben, nordwestlich vom Hochstein, auf Schnee/Windbruchflächen, wo durch Nachweise von über 30 Individuen die Bedeutung von Totholzinseln unterstrichen wird.
2021
Wohnraum und Unterkunft für den Alpenbock
Stift Rein, Gemeinde Gratwein-Straßengel

Der Umweltausschuss der Gemeinde Gratwein-Straßengel hat sich unter Obmann Peter Rabensteiner dem Erhalt und Schutz des Alpenbockes (Rosalia alpina) verschrieben.
 In der FFH-Richtlinie wird die Art im Anhang II (prioritär) und Anhang IV angeführt. Anhang II enthält Arten von gemeinschaftlichem Interesse, für die Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. Prioritär bedeutet, dass der Gemeinschaft für deren Erhaltung besondere Bedeutung und Verantwortung zukommt. Anhang IV enthält streng zu schützende Arten von gemeinschaftlichem Interesse, für die der unmittelbare Schutz auch außerhalb von NATURA 2000-Gebieten gilt.
 So wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Zisterzienserstift Rein, das weite Areale des Stiftwaldes für Erhaltungsmaßnahmen zur Verfügung stellt, Maßnahmenpakete ausgearbeitet, wo Totholzstrukturen aus Buchenholz in einer Art Verbund zur Verfügung gestellt werden.
Umweltausschussobmann Peter Rabensteiner, Ausschussmitglied Josef Bisail, Prior Pater Martin Höfler, Stiftsförster Florian Soritz. Foto: P. Rabensteiner
Das Buchen-Totholz dient dem Alpenbock als Grundlage zur Vermehrung und damit zum Erhalt der Population bzw. der Teilpopulationen im Gebiet. Durch viele Extremwetterereignisse in den letzten Jahren (Sturmtief Paula, Schnee- und Eisbruch) wurden die natürlichen Lebensräume des Alpenbocks stark reduziert und in einigen Bereichen ist wenig passendes Totholz vorhanden. Mit der Auffüllung dieser Gebiete ist jedenfalls eine Verbesserung des Erhaltungsgrades der Art im Gebiet zu erwarten.
Da der Alpenbock in unseren Breiten seine Eier ausschließlich in abgestorbenes Buchenholz legt, ist es bei einer rund 3-jährigen Entwicklungszeit über das Larvenstadium bis hin zum erwachsenen Käfer notwendig, dass das Holz auch im Wald verbleibt. Oftmals wird das Holz jedoch mitsamt den Entwicklungsstadien aus dem Wald abtransportiert und somit die Entwicklung neuen Lebens unterbunden und das Vorkommen geschwächt. Die nun ausgelegten Buchen verbleiben bis zur endgültigen Verrottung im Wald und bieten nicht nur dem Alpenbock sondern auch vielen weiteren Arten eine langfristige Grundlage.
Artenschutzmäßig begleitet wird das Projekt von NATURA 2000 Europaschutzgebietsbetreuern Peter Hochleitner (BBL-Obersteiermark West) und Gerwin Heber (BBL-Obersteiermark Ost). Über die Amtssachverständigen für Naturschutz erfolgt die Auswahl der Standorte, zumal diese über die entsprechenden Daten zur Gesamtverbreitung der prioritären Tierart im gesamten nordwestlichen Grazer Bergland verfügen, aber auch zu zahlreichen weiteren Schutzgütern in der Region wie Vorkommen von Schlingnatter, Zauneidechse, Smaragdeidechse, Äskulappnatter.
Die georeferenzierten Standorte werden in den nächsten Jahren einem Monitoring unterzogen, wodurch die Maßnahmen bewertbar werden. Um eine durchgehende Schaffung von geeigneten Brutplätzen zu gewährleisten soll in den kommenden Jahren dieses Netz weiter ausgebaut werden und insbesondere auch vorhandenes, beim Alpenbock sehr beliebtes, stehendes Totholz gesichert werden.
die Stämme werden auch entprechend markiert und verortet.
Alpenbock
Indikator für nachhaltige Waldbewirtschaftung
Aspekte Rosalia alpina
Lorbeer-Seidelbast, eine Rarität in der Steiermark
blüht bereits ab Februar / März
Anschrift

Steirische Landesvogelschutzwarte
Stadlob 215 - 8820 Neumarkt in der Steiermark
0676 86641361   
peter.hochleitner@stmk.gv.at



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