Mehlprimel - NATUR und LAND

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Mehlprimel

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Artenschutz macht Schule

Un diesem Motto wurde der diesjährige Tag der Artenvielfalt nicht gefeiert, sondern praktiziert! Der Wandertag der Volksschule Mariahof führte zur Ruine Steinschloss. Etwa auf halbem Wege, vom Rotmeier zur Ruine, befindet sich ein wunderschönes Hang-Flachmoor mit Orchideen, Fieberklee und zahlreichen weiteren Pflanzenarten. Bis zum letzten Jahr wuchs dort auch die 5 bis 30 cm hoch werdende Mehlprimel mit ihren lila bis purpurnen, selten auch weißen Blüten.

Vor allem ältere Menschen erinnern sich, angesprochen auf die hübsche Pflanze, noch an zahlreiche Vorkommen in so mancher Feuchtwiese. „Ochsnäugl“ wird sie im Lungau genannt, als „Heaschäugala“ sind sie in St. Martin am Grimming bekannt (G. Smola 1958). Bei uns ist, wie in Erfahrung gebracht werden konnte, die Bezeichnung „Moosäugal“ gebräuchlich.

Sie war in Vergessenheit geraten. Niemand bemerkte den leisen, aber stetigen Rückgang. Im Frühjahr 2011 kamen auch die letzten Pflänzchen nicht mehr zum Vorschein.

Umso großartiger ist die Teilnahme der Volksschule Mariahof an diesem für die Region bedeutsamen Projekt. Mit dem Ausbringen von Mehlprimeln hier in der Gemeinde Mariahof wird ein aktiver Beitrag gegen das weltweit stattfindende Artensterben geleistet. Die Mehlprimel kann nun weiterhin Menschen erfreuen und bleibt für die Zukunft erhalten. Hier wird sie vor dem Aussterben bewahrt.

Während andere, ehemalige Standorte derart verändert wurden, sind die Bedingungen hier noch gut. Zum Keimen und Wachsen benötigt die Mehlprimel bestimmte Voraussetzungen - sie liebt viel Licht, kalkreiches / basenreiches Wasser und wenig Stickstoff im Boden. Sie wächst im Bereich von Quellmooren, mageren Wiesen und Rasen und Niedermooorwiesen. Die Mehlprimel ist eine so genannte Zielart – wenn die Mehlprimel gedeiht, sichert das auch zahlreichen weiteren Arten das Überleben.

Danach geht es weiter zum Steinschloss, wo der Burgenverein unter Edi Grießner den kleinen NaturschützerInnen eine Jause zur Stärkung zur Verfügung stellte.
Den Abschluss bildete eine Führung durch die bedeutende Ruine, wo die SchülerInnen einiges zur Geschichte oder geheimnisvolles zu herrschenden Sagen erfahren haben.

P.H.2011


Ein Projekt von NATUR und LAND in Kooperation mit der Volksschule Mariahof,  dem Burgenverein Steinschloss, der Gemeinde Mariahof und dem Bio-Bauernhof Ofner.
Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit!


* G. Smola 1958: Volkstümliche Pflanzennamen der Steiermark, MittZoolBotJoan_H07-08_1958_0021-0080.



 
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