Am Schauplatz - NATUR und LAND

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Dürnberger Moor


Hochmoore sind extrem nasse Standorte. Die Vegetation wird als azonal bezeichnet, da sie nicht dem hier vorherrschenden Großklima entspricht. Das Dürnbergermoor weist eine elliptische Form auf, die Hochmoorfläche ist aufgewölbt und hebt sich, wie ein Uhrglas geformt, von der Umgebung ab. Das Moor befindet sich im Wachstum, es lebt.
Hochmoore wie das Dürnbergermoor gliedern sich in eine Hochmoorweite (typische Ausbildung kaum bis nicht mehr vorhanden), ein Randgehänge mit dichten Moorwäldern und einen artenreichen Randsumpf. Bei den hohen Latschenbeständen handelt es sich gemäß Interpretation der FFH-Richtlinie um Moorwälder, die also den überwiegenden Teil des Hochmooress einnehmen.
Wasser bezieht das Hochmoor ausschließlich über Niederschläge, deshalb auch die gleichbedeutende Bezeichnung Regenmoor. Es ist nährstoffarm und weist darüber hinaus einen niedrigen pH-Wert auf, ist also extrem sauer. Verantwortlich dafür sind Torfmoose.


Bult - ein Hügel aus Torfmoosen im Hochmoor

Die im Jahr 2010 begonnene Renaturierung im Europaschutzgebiet Dürnbergermoor
ist Teil des Managementplanes für das Europaschutzgebiet gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richlinie 92/43/EWG und wurde in dankenswerter Weise in Zusammenarbeit mit den Grundeigetümern und dem Dorfentwicklungs- und Kulturverein der Gemeinde Mariahof unter Bgm. Peter Präsent durchgeführt.

Massnahmen
Rodung standortsfremder Fichtenkulturen
Abdämmung von Entwässerungsgräben
Anlage von naturnahen Randsumpfbereichen und extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen

FA 13C-Naturschutz

Konzept, Förderantrag, Ökologische Baubegleitung
Mag. Peter Hochleitner, Technisches Büro für Ökologie,
Adendorf 250, 8812 Mariahof
Grundeigentümer
Bertram Schnedl, Thomas Zedlacher
Projektträger Dorfentwicklungs- und Kulturverein Mariahof

NATUR beschreiben
Steirische Landesvogelschutzwarte

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), kaum mehr vorhanden. Entlang des Steges durch Vertritt des Menschen bereits so gut wie verschwunden.
Das Hochmoor ist unser empfindlichster Lebensraum und ist halt, wie in so manch Märchenbüchlein leider suggeriert, kein guter Spielplatz.


Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum), Charakterart der Hochmoore.

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Steirische Landesvogelschutzwarte

Heidekraut (Calluna vulgaris), dessen vermehrtes Aufkommen weist bereits auf gestörte Grundwasserverhältnisse hin.

Weitere Hinweise auf menschliche Eingriffe sind hoch wachsende Latschen und das vermehrte Aufkommen von Birken im Hochmoor.


In den (vor allem westlichen) Randsümpfen sind zahlreiche Arten vorhanden die kalkhaltiges Wasser anzeigen und so schön die unregelmäßige Verzahnung mit dem sauren Hochmoorwasser anzeigen. Diese Übergangsbereiche sind die artenreichsten Lebensräume hier im Hochmoorkomplex.

 
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