Renaturierung Adendorfermoos - NATUR und LAND

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Renaturierung Adendorfermoos

Projekte
Auszeichnung für das Projekt Renaturierung Adendorfermoos durch den Silbernen Bruch

Der übernationale Orden (Deutschland, Frankreich, Schweiz, Liechtenstein und Österreich) würdigte unser Projekt am Samstag im Stift St. Lambrecht mit der Übergabe eines Preises. Die Anerkennung zeigt wie vielschichtig solche Projekte sind. Danke an alle die mitgearbeitet haben und auch in Zukunft daran mitarbeiten. Investiert wird u. A, in Ausrüstung für Schulexkursionen.
Renaturierung Adendorfermoos
ARGE natur & land, Steirische Landesvogelschutzwarte
Naturschutz -Gemeinde Neumarkt in der Steiermark




rechts im Bild sehen sie anhand eines
Ausschnittes den Vergleich vorher/nachher
Nach 5 Monaten ist die Renaturierungsfläche schon wieder bewachsen (ehemaliger Fichtenforst auf Moorboden).

Der Geschützte Landschaftsteil Nr. 206 "Furtnerteich mit Hochfeld, Adendorffeld und Mosfeld" zieht sich vom Kleinen Furtner Teich über den Furtner Teich, Teile der Härther Höhe einschließend bis zur Hungerlacke. Im Bereich der alten Kläranlage sind mehrere ha Moorflächen in den 1960er Jahren entwässert und aufgeforstet worden. 

Nach langer Vorbereitung konnte nun ein Renaturierungsprojekt begonnen werden, das sich auf gut 5 ha erstreckt. 5 LandwirtInnen nehmen in dankenswerter Weise an diesem für die Region bedeutenden Projekt teil.

 

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Aus standortsfremden Fichtenkulturen Kulturen entstehen wertvolle Gebiete

Stellenwert mehrmals bestätigt
Welchen Stellenwert, europaweit, umsetzungorientierter Naturschutz hat, haben wir mit der Auszeichnung für den Moorankauf und die Renaturierung in Kulm am Zirbitz gesehen. Die Vision von einer intakten Kultur- und Naturlandschaft ist auch klimapolitisch relevant. Intakte Moore fixieren große Mengen an Kohlendioxid.

Wir schaffen und erhalten große und kleine Naturschutzparke!
Mit den bestehenden Feuchtwiesen und Röhrichtflächen am Fließgewässer erhalten wir schlussendlich einen naturnahen Feuchtgebietskomplex von insgesamt mehr als 9 ha.

Ziele

  • Renaturierung von Fichtenaufforstung auf Moorboden

  • Rückführung von Forstflächen in Grünland unterschiedlicher Ausprägung, überwiegend extensiv genutzt, partiell mehrjährige Nutzung, lockere Gehölzstrukturen

  • Rückführung von Forstflächen in aquatische/semiaquatische Lebensräume

  • Schaffung von Tief- und Flachwasserzonen angrenzend an einen Röhrichtgürtel (Phragmites) am Fließgewässer (Adendorfer Bach)

  • Erhöhung der Attraktivität des Gebietes für Zug- und Brutvögel, Amphibien, Reptilien

  • Ausgleichende Wirkung für Flächenverbrauch im Gebiet

  • Schaffung von Naherholungsraum in Form von Naturlandschaften

  • Sensibilisierung der Bevölkerung / BesucherInnen bezüglich der Themen NATURA 2000, Vogelzug, Wasser

Maßnahmen

  • Planung und Vorbereitung Gesamtprojekt

  • Rodungsantrag / Rodung / Forstbehörde / EigentümerInnen

  • Wasserrechtliches Projekt, Nivellierung

  • Schlägerung der Fichtenforste

  • Rodung der Flächen, Planierung, Einsaat

  • Anlage von Gewässerflächen inkl. Gestaltungsmaßnahmen, Schotterflächen

  • Anlage, Erhaltung von Heckenabschnitten entlang des Weges

  • Anlage von bewirtschafteten Grünlandflächen / mehrjährige Brachen und Sicherstellung der Pflege

  • Aufrechterhaltung der Funktion von Drainagen aus angrenzenden Gebieten

  • Anlage Sedimentationsbecken

Weiterführende Links, Quellen

Das Europäische Netzwerk für ländliche Entwicklung (ENRD) Das ländliche Europa verbinden ...
Ökosysteme
Überblick über die Politik 2014-2020

Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Entwicklung des ländlichen Raums 2014–2020

Neophytenbekämpfung als Nebeneffekt
Mit der Renaturierung wird auch gleichzeitig ein enormer Neophytenbestand eliminiert. Die Goldrute (Solidago canadensis) hatte sich während der letzten Jahre massiv ausgebreitet. Durch die Maßnahmen bekommen wir auf fast zwei Hektar auch dieses Problem in den Griff.

 
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